Hallo Ihr Lieben,
Nach Wunsch von der ANi (Flöckchenliebe) möchte ich Euch einen Blootz aus Hohenlohe
vorstellen. Den habe ich heute "g'schwind" gemacht.
Das
gute ist, er ist einfach zu machen und es geht schnell (ausgenommen die
Ruhezeit vom Hefeteig)
Heute
gibt es ihn als süß, im Herbst mache ich ihn herzhaft für Euch.
Noch eine kurze Geschichte dazu:
Der Blootz war ein
Lebensmittel einer armen bäuerlichen Bevölkerung. Das jeweilige Rezept richtete
sich nach der finanziellen Lage der bäuerlichen Bevölkerung. Ein flacher
Kuchen aus Brotteig der beim Brotbacken übrig blieb (reichte wohl nicht mehr für einen ganzen Laib), salzig oder süß. Bekannt, beliebt, bewegt. Denn Blootz ist so alt wie
Hohenlohe selbst. Heute gleicht ein Blootzessen einem Festtagsessen. Denn wenn
es Blootz gibt, kommt in Hohenlohe die ganze Familie zusammen. . Ein dünn
ausgerollter Teigfladen, belegt mit den Dingen, die Hof und Garten hergaben:
Sauerrahm, Zwiebeln, Lauch, Kartoffeln. Am Sonntag Speck. Zur Obsternte im
Herbst Zwetschgen oder Äpfel. Da heutzutage immer weniger selbst Brot gebacken wird, verwendet man heute einen einfachen Hefeteig.
Ich habe ihn in einer runden Form ø26 cm gemacht
1 Becher Sauerrahm (Schmand oder Crème fraîche)
Mehl in eine
Schüssel sieben. Hefe in 150 ml lauwarmes Wasser bröckeln
zwei TL Zucker
geben und darin auflösen.
Hefemischung mit 1
Prise Salz und Öl zum Mehl geben und alles ca. 5 Min. zu einem glatten Teig
verkneten.
Den Teig zugedeckt
ca.40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Ofen auf 200 Grad
vorheizen. Teig auf Backpapier dünn, ca. 0,5cm, ausrollen. Auf die Form legen. Mit dem Becher Sauerrahm bestreichen, Zucker und Zimt darüber streuen.
Im Ofen ca.15- 20
Minuten backen
Sehr lecker
Mir ist ein bisschen Teig übrig geblieben. Aus dem habe ich einen "Mini" Zwetschgenblootz gemacht.
Ich wünsche Euch einen schönen Abend
Liebe Grüße
Karina